Warum?

Wenn man von Ressourcen- und Fleischverknappung spricht, trifft man schnell auf eine in Massen vorhandene, alternative Proteinquelle, welche in unserem Kulturkreis bisher nicht genutzt wird: dem Insekt. Ich halte Insekten für einen der tollsten unentdeckten Proteinlieferanten: fett- und cholesterinarm, dafür mit viel Kalzium und Eisen ausgestattet. Zucht, Ertrag, Abfall, Wasserverbrauch – der ökologische Fussabdruck von Insekten ist zehn Mal kleiner als der ökologische Fussabdruck von Kühen:

• In der Natur treten Insekten in Schwärmen/Massen auf. Somit kann man Insekten Massentierhaltung zumuten.

• Das Nahrung-Ertrags-Verhältnis von Insekten ist ergiebig. Aus 10 Kilogramm Futter erhält man gerade einmal ein Kilo Rindfleisch. Aus derselben Futtermenge erhält man bei Insekten neun Kilogramm Fleisch.

• Insekten sind bis auf 20 % essbar. 30 % vom Schwein, 35 % vom Huhn, 45 % vom Rind und 65 % vom Lamm sind nicht essbar, landet im Abfall.

• Ein Insekt benötigt wenig Energie. Bis es verzehrt wird, verbraucht es 7 Megajoule. Das entspricht etwa der Energiemenge, die ein Frauenkörper pro Tag, bei völliger Ruhe, zur Aufrechterhaltung seiner Funktionen benötigt. Ein Rind verbraucht bis zum schlachtreifen Alter ca. 46 Megajoule.

• Insekten stellen eine ausgezeichnete Eiweissquelle dar. Sie sind sowohl reich an Mineralstoffen als auch an Vitaminen und sind vor allem cholesterin- sowie kalorienarm, da sie nur geringe Fettmengen enthalten. Insekten liefern genauso viel Eisen und Proteine wie die uns bekannten Fleischsorten. Insekten enthalten Ballaststoffe in Form von Chitin (aus dem Panzer).

Jedoch lässt sich mit rationalen Argumenten die Hauptproblematik des Themas nicht umgehen: der Ekel!

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